Gelebte „Friedvolle Elternschaft & Gewaltfreie Kommunikation mit Kindern“ morgens um 8h

Überblick diesen Artikel:

Integrität des Kindes bewahren, mit dem Gefühl verbinden, Grenzen wahrnehmen, morgens Geschwisterkonflikt begleiten

Ich fahre mit meinen beiden Kindern Eika 4, und Mara 2 Jahre mit dem Fahrrad zum Kindergarten.
Eika sagt zu Mara: ich will dir helfen dich abzuschnallen. Mara schreit „nein“.
Eika macht ein trauriges Gesicht und sagt:“dann mach ich deinen Helm auf“
Mara:“nein, nein, nein“
Mara ist 2, es ist ihr wichtig, so viel wie möglich selbst zu bestimmen und ihre körperlichen Grenzen mit einem nein abzustecken, bei mir, bei Eika, bei allen.
Eika sieht mich verzweifelt an.
Mein Fahrrad biegt zum Kindergarten ab, während Mara weiter laut „naaaaaein“ schreit.
Das ist er, der knifflige Moment, mein Körper verspannt sich.
Ich habe einen Zeitplan, ein Ziel. Kind zum Kindergarten, nach hause, an die Arbeit usw.
Es fehlt nicht viel, genau dieses Gefühl und den Druck in Worte zu packen, die Integrität von Mara zu ignorieren und zu sagen: Mara,lass dich halt abschnallen, stell dich nicht so an.“ Die Harmonie bewahren? Den Konflikt umgehen? Die Grenze überschreiten, eingreifen..?Oder Eikas Bedürfnis nach Zuwendung zu ignorieren und sie zu bremsen, zu belehren: „hör auf, sei leise „…. Ich atme…. sammle mich…

Und ich sage:“ Mara möchte nicht von dir abgeschnallt werden. Ich weiss, Eika, du möchtest ihr helfen. Ich sehe, dass du darüber traurig bist.“ Ich atme tief ein, und stelle das Fahrrad ab, um mich auf dem Boden zu spüren, ich ahne wofür ich gleich Kraft brauchen werde.

Wenn ich das Gefühl benenne, wird es meist erstmal sichtbarer und vermeintlich stärker,

das Ventil öffnet sich, Eika weiss, dass sie ihr Gefühl fühlen darf, dass ich es aushalten kann.
Eika springt wütend auf den Boden, und brüllt: „maraaa will es niiiicht“

Mara ist von dieser Reaktion beeindruckt und verstummt. Mein Herz klopft, die anderen Eltern gehen stumm an uns vorbei,manche werfen mir mitfühlende Blicke zu. In meinem Kopf beginnt der Teil anzuspringen, der nun mich belehren und die Aufmerksamkeit weiter nach außen lenken will.

Die Anderen! Was denken sie?!

Vor allem in der Schulzeit wurde dieser Teil in mir stark geprägt. Erfolg durch Anpassung. Erwartungen der Lehrer erraten und erfüllen, lautete die Devise.

Ich stoppe dieses Denkmuster und lenke meine Konzentration auf meine Hände. Ach der Gurt. „Mara, kann ich dir beim abschnallen helfen? „frage ich, sie nickt, gemeinsam klappt es. Eika hört auf zu weinen, bevor ich mich ihr zuwenden kann. Sie fühlt ihr Gefühl, wird gesehen, kann sich selbst beruhigen. Traurig schlürft sie nach drinnen und zieht ihren Rucksack hinter sich her.
Ich gebe ihr einen Moment Zeit, bevor ich mich neben sie setze.“ Ich habe gesehen, dass du Mara freundlich gefragt hast, dass du ihr helfen wolltest und eine gute Absicht hattest. Mara lernt gerade ganz viel selbst zu tun und wenn sie nein sagt, dann sagt sie das, weil sie es selbst tun möchte um zu üben. Du wolltest so gerne helfen stimmts? Mara hat deine Hilfe abgelehnt, das hat dich traurig gemacht oder?“ Eika nickt.

Mara sagt plötzlich:“mjmamjam“
Ich sage:“ oh möchtest du etwas zu essen? Ich habe nichts dabei. Zuhause kannst du ein Brot essen.“ Mir wird in meiner dünnen Jacke plötzlich zu warm. Da holt Eika ihre Bortzeitbox aus dem Rucksack, teilt Ihr Käsebrot in zwei Stücke und hält es Mara vorsichtig hin. Diese nimmt es strahlend an, Eika weint eine Freudenträne und verabschiedet sich fröhlich von uns. Geschafft!

„Ok, Mara, komm, wir fahren los“
Mara:“NEEEEEIN“
Es ist 8:30h und ich spüre ein deutliches Bedürfnis: Kaffee!

Es hilft, in Kontakt mit mir zu bleiben, immer wieder zu mir zurück zu kommen, wenn die Eindrücke mich vernebeln, Hypnotische Anker zu setzen, alte Gedankenmuster zu erkennen und leicht zu stoppen, mir meiner Ziele bewusst zu werden und meinen Werte Lebendigkeit zu verleihen.

Destruktive alte Glaubenssätze, Gedankenmuster und Gefühle, die dadurch entstehen, blockieren den Weg einer friedvollen Elternschaft.

Es ist möglich diese Muster zu durchbrechen und die Besonderheiten deiner Persönlichkeit als Mama oder Papa zu leben- frei von Prägungen und Automatismen.

Benötigst du Hilfe?
Ich helfe dir dabei,

  • die über Generationen weitergegebenen Verletzungen in deiner Lebensgeschichte zu transformieren und hinter dir zu lassen um (mehr Infos hier)
  • den Weg frei zu machen  zu deiner eigenen weiblichen Urkraft, dem intuitiven und achtsamen Muttersein.(mehr Infos hier)
  •  eine Orientierung zu bekommen, reflektiere mit dir deinen Familienalltag und Problemsituationen, für mehr Sicherheit auf deinem Weg von „Beziehung statt Erziehung“ in der Begleitung deiner Kinder.(mehr Infos hier)
  • deine tiefe Erschöpfung in deinem Mama-burnout zu überwinden (mehr Infos hier)
  • deine traumatischen Geburtserfahrungen aufzuarbeiten und zu integrieren (mehr Infos hier)