….Babys brauchen Halt

Was sind das für Mamamomente, die so richtig schwer sind? Diese Momente, in denen ich Ohnmacht spüre, weil das Baby oder Kleinkind mitten in der Nacht schreit und brüllt und ich erstmal völlig übermüdet nicht weißt was los ist.
WAS fehlt dem Kind? WAS braucht mein Kind? Ich weiß, ich bin in diesem Moment für dieses kleine Wesen verantwortlich. Und es drängen sich vielleicht Gedanken auf wie „Ich muss etwas tun“ oder „es ist mir zu laut“, oder „scheisse, ich muss morgen arbeiten“.

Im Geiste gehe ich alle Möglichkeiten durch, während ich spüre wie mein Rücken sich anspannt. Mir hat der wirklich dumme Spruch als Eselsbrücke immer geholfen – meine mentale Stütze um klar denken zu können. Hunger, müde, pipi, kalt – so sind Frauen halt. Ich habe ihn umgedichtet:

Hunger, müde, pipi, kalt, Babys brauchen Halt.

Damit gehe ich die Grundbedürfnisse durch. „kalt“, könnte natürlich auch „zu warm“ bedeuten. „Pipi“ könnte bedeuten, dass das Baby abgehalten werden möchte, oder das Kleinkind muss nachts auf den Topf, kann es aber noch nicht sagen. Was wenn nichts davon auf Resonanz stößt? Was wenn alle Hilfeversuche scheitern und die Ohnmacht stärker wird? Dann hilft vielleicht der letzte Satz: „Babys brauchen Halt“
Das Baby im Arm halten. Das Kleinkind streicheln, wenn es das zulässt.
Es hilft, bewusst da zu sein. Für mein Kind und für mein inneres Kind.
Und umarmende Worte zu sprechen: „Ich bin für dich da“, damit bin ich anwesend, bin ich zugewandt.

Dieses tiefe Bedürfnis des Menschen einfach in seiner Not gesehen zu werden und das Bedürfnis sich durch Körperkontakt zu regulieren, wird damit erfüllt.
Mein inneres Kind, d.h. ein kindlicher Teil in mir, hat auch ein Bedürfnis nach Zuwendung, schließlich wirkt Schlafentzug wie Folter und es sammeln sich blitzschnell ein Haufen unerfüllter Bedürfnisse an mitten in der Nacht.
Die Regulation der Gefühle kann ganz oft gelingen durch den bloßen körperlichen Kontakt.
Auch das ist eine Form von zugewandter Kommunikation. Wenn Worte noch zu wenig verstanden werden, weil das Kind noch sehr klein ist, mache dir bewusst ,das auch der Ton ankommt, nicht nur das „was“, auch das „wie“ kommt beim Kind beruhigend an.

„Ich bin für dich da“

Spürt mal genau hin, wenn ihr erschöpft nach einem langen Tag und kurzer Nacht euren Partner umarmt… mal ein paar Sekunden länger als sonst. Atmen, Wärme spüren, Verbindung aufnehmen. „Wir sind füreinander da“.
Der Herzschlag verlangsamt sich, Blutdruck senkt sich, der Hautwiderstand lässt nach. Auch wir Erwachsenen regulieren uns mit- und aneinander.

#friedvolleelternschaft #Veitsbronn #lebenmit baby #Lebenmitkleinkind #beziehungstatterziehung
#gleichwürdigkeit #elterncoaching #hypnoparenting #emotionsregulation
#Bedürfnisorientiert